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25./26./27. November 2011
 
 
COLIN_STETSON
 

I want to make albums that are like a Murakami novel or a Terrence Malick film — something that explicitly states its own world.“ Trivialer könnte es aber auch heißen; ein Mann und sein Saxophon kämpfen gegen das Unrecht, welches Jazz(-artiges) mit angestaubter Altherren-Musik gleichsetzt und dem Genre einen Mangel an individueller Innovationskraft unterstellt. Colin Stetson gelingt es alleine mit dem Saxophon, einer speziellen Atmungstechnik (Zirkularatmung) und der Verwendung von Ventilen als perkussives Element einen Klangkosmos zu erzeugen, der ihn wie eine „ganze Band“ wirken lässt. Und eben solche „full bands“ stellt Colin Stetson zur Zeit schnell mal in den Schatten. Das mussten zuletzt sogar die geschätzten Godspeed You Black Emperor auf der gemeinsamen Europa-Tour erfahren.

Seine Musik hat nichts improvisiertes, schon eher ist es ein in die richtige Bahn gelenkter Strom an Klangideen, der die Zuhörenden auf Entdeckungs- reise schickt und sie sanft trägt, während schaurig-schöne Soundszenarien vorbeiziehen. Nachzuprüfen ist das auf dem Album „A New History Of Warfare Vol. 2: Judges“; ein Meisterwerk par excellence, gespickt mit grandiosen, textfreien Erzählungen, zur richtigen Stelle aufgepeppt mit Beiträgen von Laurie Anderson und Shara Worden, gekürt mit einer Coverversion von Blind Willie Johnson aus dem Jahr 1928. Wem das alles noch nicht genug ist, dem sollte dieser Wahl-Kanadier zusätzlich als Teilzeit-Collaborateur von Tom Waits, Feist, Arcade Fire, Bon Iver, TV On The Radio et cetera vorgestellt werden. Hell yes, it´s fresh!

http://colinstetson.com
 
 
 
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