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23./24./25. Oktober 2009
 
 
JOHANNES_ULLMAIER
 

Paratexte im Pop

Was Gerard Genette in seinem Literaturwissenschaftsklassiker "Paratexte" für die Welt der Literatur gezeigt hat, nämlich daß gerade jene Texte, die nicht zum 'eigentlichen' Werk gehören, sondern es 'umranken' (Klappentexte, Titel, Motti, Kommentare, usw.), die Rezeption eines Buches weitaus stärker bestimmen, als man gewöhnlich meint, das gilt für klassische Popveröffentlichungen mindestens genauso: Von der Dankesliste bis zur versteckten Botschaft auf der Auslaufrille transportier(t)en Schallplatten und CDs oft weitaus mehr als nur 'pure Musik' - was umso deutlicher wird, je mehr die alten Formate infolge des Internet zersprengt (und teils schon wieder zu neuen Werkeinheiten zusammengefügt) werden.
Der Vortrag liefert eine kleine Typologie der traditionellen Paratext-Gattungen und fragt, welche Text-Pop-Verbindungen für die Zukunft zu erwarten sind.

Johannes Ullmaier, geb. 1968, lehrt an der Universität Mainz; Mitherausgeber der Zeitschrift testcard; Buchveröffentlichungen: Yvan Golls Gedicht "Paris brennt". Zur Bedeutung von Collage, Montage und Simultanismus als Gestaltungsverfahren der Avantgarde, 1995; Pop shoot Pop. Über Historisierung und Kanonbildung in der Popmusik, 1995; Kulturwissenschaft im Zeichen der Moderne, 2001; Von Acid nach Adlon und zurück. Eine Reise durch die deutschsprachige Popliteratur, 2001; (Hg.) Schicht! Arbeitsreportagen für die Endzeit, 2007.

http://www.germanistik.uni-mainz.de/366.php
 
 
 
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