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About | Program | Details |Tickets | Archive | Anreise | Credits | stopspot@servus.at 18. und 19. November 2005
 
 
JudithUnterpertinger
 
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John Cage (1912-1992): 4´33´´ (1952)

Laut Cage musste die Stille neu definiert werden, um als Konzept auch weiterhin eine Bedeutung zu haben. Er erkannte, dass es keine objektive Trennung
zwischen Geräusch und Stille gab, sondern nur zwischen der Absicht, etwas zu hören, und der, sich in seiner Aufmerksamkeit von Geräuschen ablenken zu lassen.
»Die essentielle Bedeutung von Stille besteht darin, dass man den Vorsatz aufgibt«, sagte er. Diese Vorstellung stellte den wichtigsten Wendepunkt in seiner
Philosophie als Komponist dar. Er definierte die Stille ganz einfach in die Abwesenheit von beabsichtigten Geräuschen beziehungsweise in das Abschalten unseres Bewusstseins um.« (Quelle: Cage in conversation with Michael John White (1982), in: Richard Kostelanetz, Conversations with Cage, 1988, S. 66)

Dieter Schnebel (*1930): Visible Music III (1961)

Unter der Prämisse einer zielsicheren Untersuchung hinsichtlich einer musikalischen Liveperformance, widmet sich Visible Music der semi-telepathischen Definition des Hörbaren hinsichtlich der visuell wahrgenommenen Musik. Gestik und Mimik der Musikerin werden in den Vordergrund, oder vielmehr zur Schau gestellt. Die Pianistin mutiert zur Klavieristin und zur Schauspielerin.

Judith Unterpertinger (*1977): Klavierentzündung (2005)

Judith Unterpertinger spielt auf einem präparierten Flügel und widmet sich der Auslotung analoger Klangräume. Ein über 100 Jahre alter Hut wird vor der Musikgeschichte gezogen und betulich dem Publikum aufgesetzt.

Judith Unterpertinger studierte Komposition, Klavier und Philosophie, tritt mit den Ensembles Der böse Zustand, fruitmarket gallery, Der rote Hahn auf, lieferte Kompositionen für das Janusensemble, Koehne Quartett und ist darüberhinaus auch als Performancekünstlerin tätig (znit, Fuckhead).

www.unterpertinger.org

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